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KTQ: Patientenorientierung in den Mittelpunkt setzen

KTQ mahnt: „Die Vergleichsportale „Weisse Liste“ und „Correctiv“ schaffen Mängel nicht aus der Welt“

Berlin, den 6. Juni 2016, Nr. 05/2016

Das Vergleichsportal „Weisse Liste“ sowie das Recherchezentrum „Correctiv“ haben sich die bisherigen Ergebnisse des sogenannten „Pflege-TÜV“ in der Altenpflege angesehen und neue Berechnungen vorgenommen. Demnach seien die Pflegeeinrichtungen in ihrer Qualität nicht so gut, wie es die derzeit geltenden Pflegenoten signalisieren würden. 

„Der Pflege-TÜV in der Altenpflege ist seit langem gescheitert. Das ist in der Fachpraxis und in der Öffentlichkeit allgemein akzeptiert. Es ist daher schwer nachvollziehbar, warum man jetzt mit dessen nicht validen, mangelhaften Daten neue Auswertungen laufen lässt“, mahnt Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der KTQ-Gesellschafterversammlung. „Die Mängel der alten Bewertungssystematik werden dadurch nicht aus der Welt geschafft. Eröffnet wird dagegen eine Diskussion um schlechte Pflege, was unnötig zu Verunsicherungen führt. Eine solche Diskussion bringt Publicity für die Medien, schadet aber massiv der Pflege in Deutschland.“

Dr. Mischo weiter: „Die Qualität der Pflege in Deutschland ist auf einem hohen Niveau. Das gilt jedoch nicht für das verwendete Pflegenotensystem. Das weist tatsächlich gravierende Mängel auf, die es zu beheben gilt“.

Die Prüfung der Qualität in der Altenpflege benötigt die Berücksichtigung der Ergebnis- und Lebensqualität. Das kann das alte, heutige System nicht leisten. Spätestens im Jahr 2017 soll sich dies ändern. Die Instrumente der künftigen Qualitätsprüfung und Qualitätsberichterstattung sollen, getrennt für die ambulante und stationäre Pflege, durch den im Pflegeversicherungsgesetz neu geschaffenen Qualitätsausschuss erarbeitet werden.

Aus Sicht der KTQ muss dabei auf eine hohe Praxistauglichkeit und eine leichte Verständlichkeit gesetzt werden. „In die Bewertung müssen die Kategorien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit und Risikomanagement, Informations- und Kommunikationswesen sowie Unternehmensführung und Qualitätsmanagement aufgenommen werden“, weist Mischo hin.

Sehr gute Ansatzpunkte hierfür liefere die seit langem erprobte KTQ-Zertifizierung im Bereich der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Mischo: „Wir haben von Beginn an darauf gesetzt, den Patienten in den Mittelpunkt der Qualitätsbeurteilung zu setzen“.

Die KTQ wird ihre langjährigen Erfahrungen in die Beratungen der neuen Instrumente der Qualitätsprüfung und der Qualitätsberichterstattung einbringen.

 

Ansprechpartnerin:

Gesine Dannenmaier
Geschäftsführerin

KTQ GmbH – Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen
Garnisonkirchplatz 1
10178 Berlin

Telefon: 030/ 20 64 386 – 0
Telefax: 030/ 20 64 386 – 22

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