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PRESSE-INFORMATION AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG):

Berliner Wahlprüfsteine: SPD gegen Pflegekammer und ohne Lösung beim Fachkräftemangel

Thomas Meißner: „Stimmen Sie darüber ab, welche Partei es mit der Wertschätzung für die professionell Pflegenden ernst meint“

Berlin, 3. August 2016 – „Die SPD und Die Linke stellen sich in Berlin gegen die Selbstverwaltung der professionell Pflegenden“, kritisiert Thomas Meißner, Vorstandsmitglied des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG). Meißner greift dabei auf die jetzt vom Landespflegerat Berlin-Brandenburg und der Allianz Berliner Pflegekammer herausgegebenen Wahlprüfsteine zur Wahl des Abgeordnetenhauses Berlin zurück. 

„Eine solche Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und missachtet den klaren demokratischen Willen der Pflegefachpersonen, die in einer repräsentativen Studie im Auftrag des Gesundheitssenats mehrheitlich für die Einführung einer Berliner Pflegekammer gestimmt haben.“

Meißner hofft, dass sich die Gesamtheit der SPD-Fraktion nicht von einigen wenigen Meinungsmachern aus den eigenen Reihen instrumentalisieren lässt. „Ich erwarte von der SPD, dass sie einlenkt und die Interessen der professionell Pflegenden endlich in den Mittelpunkt ihrer Arbeit für die Pflege stellt. Einzelne Abgeordnete sollten nicht eine ganze Fraktion in Zugzwang setzen“, machte er deutlich, und empfiehlt: „Die SPD in Berlin sollte sich zum Thema Pflegekammer Ratschläge aus Rheinland-Pfalz holen“. Die dortige SPD-Landesregierung habe sich enorm für die Landespflegekammer eingesetzt. Und diese funktioniere hervorragend. 

Deutlich machen die Wahlprüfsteine weiter, dass der SPD-Fraktion auch zur Vermeidung des Fachkräftemangels nichts eingefallen ist. Große Unterschiede gibt es bei den Berliner Parteien zudem beim Thema Neuausrichtung der Pflegeberufe im Rahmen einer gemeinsamen, modernen Pflegeausbildung mit Schwerpunktsetzung. 

„Die Debatte um die dringend gebotene Generalistik wird zeigen, welche Partei auf Reformkurs geht und welche an „alten Zöpfen“ festhält. Wer die Patientensicherheit auch künftig gewährleisten will, der muss sich für die neue, moderne Pflegeausbildung einsetzen“, fordert Meißner. 

„Stimmen Sie bei der Abgeordnetenhauswahl darüber ab, welche Partei es mit der Wertschätzung für den Pflegeberuf tatsächlich ernst meint“, appelliert Meißner an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der professionellen Pflege. 

Mehr Informationen: 

Die Wahlprüfsteine des Landespflegerates Berlin-Brandenburg und der Allianz Berliner Pflegekammer zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016 finden Sie hier.

 

Ansprechpartner:

Thomas Meißner
Vorstandsmitglied des AVG 

AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG)
Berufsstandsvertretung für ambulante und teilstationäre Pflege
Schönholzer Str. 3, 13187 Berlin

Telefon: (0 30) 49 90 53 80
Telefax: (0 30) 49 90 53 88 

E-Mail: presse(at)avg-ev.com
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